Zivilisation. Ein bischen zumindest. Sie war nicht vorhanden in den letzten 2 Wochen. Als ich da grad so lag im Sessel, in der Hand ein gutes Buch, in freudiger Stimmung, da die Arbeit verrichtet, das heisst die Tiere gefuettert und der Kot von der Weide geschaufelt war, machte mir meine Wirtin den Vorschlag, fuer ein paar Tage auf der anderen Farm nach dem rechten zu schauen, solange der Mann von ihr weg war um ein neuen Gelaendewagen aus Wellington abzuholen.Natuerlich sagt man zu, zumal die Verheissung auf ein paar Tage Kur mit nuescht tun, und davon viel, nicht allzu schlecht waren.Die sieben Sachen wurden gepackt und 4 Stunden spaeter war man in Murchison, im Gebiet der Nelson Lakes. 20 kilometer vom Dorf und der naechste Nachbar nicht in Katzenwurfreichweite, sondern 2 km weiter weg, war das Haus des Ehepaares auf einem Huegel dann mein Zuhause fuer die nachsten 'paar tage'. Genau genommen waren es 2 wochen. Da das Haus aber Rationsmassig wie fuer den naechsten Atomkrieg ausgestattet war(Baked Beans und Spaghetti mit Tom.Sauce in Buechsen Schraenkeweise.) bin ich gut gemaestet ueber dir Runden gekommen.Die Lage des Hauses war aber einfach nur sagenhaft. Umschlossen von dichtem Nadel und Laubwald mit Blick auf schneebedeckte Berghuegel, und ein kleiner Fluss der am unteren Ende der Boeschung entlangfliesst und in immer groesser werdenden Wasserfallstufen sich den Weg durch den Busch bahnt.Und das alles auf dem Grundstueck.Somit konnt ich es auch nicht erwarten das der naechste Tag heranbrich um auf einen weiteren Track zu gehn. Denn davon gab es viele.Wildschweine und sogar ein Reh konnt ich durch das Dickicht erspaehen.So wanderte ich also Tag ein Tag aus durch den Wald, immer mit dem Wanderstock, den ich mir am ersten Tag zurechtgeschnitzt habe um erstens glitschige Huegel heraufzukommen und 2. bei Gefahr es jemanden ueber die Ruebe zu ziehen. Zweiteres wurde jedoch nicht in Anspruch genommen.
Trotzdem gab es Verluste.
Ein Schaf, liebevoll Ruediger getauft, schaffte es nicht ueber eine eisige Nacht durchzuhalten.
Als ich also frohen Mutes an einem frohstimmenden Wintersonnentag heraus bin, das futter im Blechtopf hin und herschwenkend richtung Weide ging, wunderte ich mich doch ueber die Teilnahmslosigkeit von Ruediger, immerhin hat ich Futter in der Hand.
Aber er schlief tief und fest. Nun fuer immer.
Es blieb nichts anderes uebrig als in Kaikoura anzurufen und den Verlust zu beklagen.
Sie sagte dann. 'Thats Farm Life...Now you have to bury him'.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich zum Glueck schon Totengraeberfingernaegel. Ein Teil des unterfangens erfuellt. Nun hiess es ein sonniges Plaetzchen finden und das Grab schnell aushebn, Schaf rienlegen, zuschippen bevor es dunkel wird und die Bushratten kommen.
Was man hier nicht alles lernt.
Als Pat, der Besitzern, nach 2 wochen und ohne Auto wiederkam, war Frustbewaeltigung angesagt. Was liegt also ferner, als Wildschweine jagen zu gehen. Um 5.30 Uhr war losgehn angsagt. 2 Stunden durch den Bush gewetzt, zwar wildschweinerses gesehn, aber ungluecklicherweise waren immer Baeume in der Schussrichtung.
Folglich war das unterfangen Wildschweinjagd auch erfolglos. Man kann es aber auch schwer haben.
Um wenigstens irgndwie den Tag beenden zu koennen, entschlossen wir uns jeder noch einen Baum zu faellen , da man auch Holz zum feuern brauchte.
Waere da kein Internet gewesen, waere das Gefuehl der Pionierzeit vollkommen gewesen. Holz hacken zum feuer machen, und Wasser holen vom Bach um trinken und sich zu waschen.
Geniale Erfahrung.
Freut mich, das ihr endlich den Sommer in Berlin geniessen koennt.
Als denn, Packt die Badebuxen ein und dann nuescht wie ab zum Griebnitzsee.

Gustl die Gans. Folgt mir auf Schritt und Tritt. Will aber eigentlich bloss was zu essen...

Sonnenuntergang in Murchison

Die 3 Lamas in Kaikoura

Oggy the Cat in Murchison. Folgende Szene. Stockduster. Am Einschlafen. Man merkt wei etwas aufs Bett springt und langsam zu nach oben wandert und dir sanft durch einen Biss in die Nase sagt, das das essen alle ist.

Sammy der Kacadoo mit Iro

Das Haus in Murchison

Das ist der Bach dessen Wasser mich wusch und nicht duersten liess

Nochmal die Quelle des Lebens

Das bin ich im Hirtenmantel und meinem Gehstock. Erna die Kuh schaut zu.

Unter den Weiden